| TAKE THAT LIVE IN DÜSSELDORF |
Gestandene Frauen im Märchenwunderland.Eine Liveshow der Superlative erlebten über 63.000 Fans der ehemaligen Boygroup am 25. Juli in Düsseldorf. Wesen wie aus Alice im Wunderland und Gary, Marc, Howard, Jason und Robbie lieferten neue Songs, Solo-Kult und alte Hits.
Es hatten tatsächlich ein paar Fans vor der gigantischen Esprit Arena übernachtet. Gegen 14 Uhr am Tag des Düsseldorf-Konzerts wurden die letzten Überreste von Klappstühlen bis zu Keksschachteln weggeräumt um der immer länger werdenden Schlange am Eingang Platz zu machen. Von den Parkpkätzen strömten die Besucher herbei, weibliche Fans der ersten Stunde trugen schon das aktuelle Tourshirt, weibliche Fans der gemäßigten Fraktion mischten sich unter sie und einige weibliche Fans hatten sogar ihre Freunde bzw. Männer mitgebracht. Das Einlassprozedere, ein paar Tage zuvor in Hamburg wohl eine Katastrophe, ging zügig, um halb 4 standen wir vor der Megabühne in einer sich langsam füllenden Halle. Innenraum. Wir waren endlich dort angelangt, wo wir uns 2003 in Gelsenkirchen, 2006 in Köln und 2007 in Oberhausen hingesehnt hatten. Doch auch 2011 sollte es nicht sein, wir blieben auch nach dem Regen auf den billigen Plätzen und konnten uns von Reihe 9 nicht weiter vorarbeiten.Dass dies aber nicht die schlechtesten Plätze waren zeigte sich schon beim Vorprogramm, der Pixelparty der Pet Shop Boys. Eigentlich war der knapp 40-minütige Auftritt mit 10 Songs von "Suburbia" und "Left To My Own Devices" über "Go West" und "New York City Boy" bis zu den "West End Girls", das Neil Tennant und Chris Lowe der gerade verstorbenen Amy Winehouse widmeten, ein Liveknaller für sich. Drei verschiedene Outfits trug Tennant, dafür poste er nur minimal mit den Tänzerinnen und Tänzern, die vor den animierten Devotionalien der 80er und 90er Jahre in Tetris-Kostümen mit bunten Würfeln auf den Köpfen stolzierten und performten. Selten zuvor war die Stimmung bei einer "Vorband" so ausgelassen - und irgendwie konnten alle hier und dort mitsingen. Der Lärmpegel stieg. Von der großen Bühne über den langen Laufsteg bis zum Podest im hinteren Teil der Halle lief eine Art Verrückter Professor. Dann der Countdown. Vonzehn bis null wurde lautstark mitgezählt. Gary, Marc, Howard und Jason begannen die Show "nur" zu viert aber dafür mit um so größerem Brimborium. Wundersame Wesen wie aus dem Märchen, eine Riesenraupe kroch über den Laufsteg, Flügeltierchen tänzelten umher. Ein Show-Zirkus wie aus dem Lehrbuch. Im ersten Teil des Take That-Konzert gab es Take That-Songs aus der Ära ohne Robbie Williams, also Lieder wie "Patience", "Rule The World" oder "Shine". Und die Besucher schrien sich die Seele aus dem Leib. Doch mehr geht immer. Die vier Jungs verschwanden durch die große Leinwand der Hauptbühne und blieben als Projektion doch da. In ihrer Mitte erschien Robbie Williams im Häschenkostüm. Unter Ohren betäubendem Gekreische öffnete sich dann eine Klappe in der Wand und Mr. Superstar war endlich auch da. Wie bei seinen Solokonzerten eröffnete er auch die "Progress"-Show mit "Let me entertain you", sang "Rock DJ", ließ sich zu "Come Undone" von einem Kran über das ganze Publikum fahren. Auch die Schmusehits "Feel" und "Angels", ebenfalls hier und heute für Amy Winehouse, durften nicht fehlen und es war irgendwann zu diesem Zeitpunkt, als die Trommelfelle aufs Äußerste strapaziert wurden. Er kann es noch, scherzte mit dem Publikum auf seine ganz eigene und besondere Weise und bedankte sich, dass man hier in Deutschland immer an ihn geglaubt hat. Flankiert wurde Robbies Soloauftritt von heißem Feuerwerk und noch heißeren Tänzerinnen. Also alles wie gehabt. Und wieder einmal richtig gut. Mehr als das.4+1=5 Nach diesen zwei Konzertteilen waren sie aber wieder vereint. Zuerst hätte man den Eindruck bekommen können hier spielen Robbie Superstar und seine Band. Doch mit diesem Eindruck spielten Take That immer wieder, scherzten über alte Zeiten, alte Tänze. Nach den neuen Songs vom Reunion-Album wie "The Flood", "SOS" oder der neuen Single "Love Love" setzte sich Gary an den Flügel, flankiert von Robbie, Marc, Howard und Jason und spielten ihre kultigen Hits von damals kurz durch: "Take That And Party", "Could It Be Magic", "Babe". "Back For Good", "Never Forget" und "Relight My Fire" gab es aber als vollständige Versionen zu hören. Und die ganze Halle grölte mit. Nach gut 120 Minuten war das Take That-Spektakel vorüber. Wir hatten eine Band erlebt, die vor lauter Spielfreude nur so sprühte, hatten eine atemberaubend durchchoreografierte Show gesehen, wobei der Kopfübersturz von Robbie und der Riesenroboter das absolute Highlight waren, und waren der Band, die immer wieder die Nähe der Zuschauer suchte, ein wenig näher gekommen. Übrigens: Später, beim Superchaos auf dem Parkplatz, konnte man beobachten, dass auch die männlichen Gäste des Konzerts irgendwie beseelt dreinschauten. |



Es hatten tatsächlich ein paar Fans vor der gigantischen Esprit Arena übernachtet. Gegen 14 Uhr am Tag des Düsseldorf-Konzerts wurden die letzten Überreste von Klappstühlen bis zu Keksschachteln weggeräumt um der immer länger werdenden Schlange am Eingang Platz zu machen. Von den Parkpkätzen strömten die Besucher herbei, weibliche Fans der ersten Stunde trugen schon das aktuelle Tourshirt, weibliche Fans der gemäßigten Fraktion mischten sich unter sie und einige weibliche Fans hatten sogar ihre Freunde bzw. Männer mitgebracht. Das Einlassprozedere, ein paar Tage zuvor in Hamburg wohl eine Katastrophe, ging zügig, um halb 4 standen wir vor der Megabühne in einer sich langsam füllenden Halle. Innenraum. Wir waren endlich dort angelangt, wo wir uns 2003 in Gelsenkirchen, 2006 in Köln und 2007 in Oberhausen hingesehnt hatten. Doch auch 2011 sollte es nicht sein, wir blieben auch nach dem Regen auf den billigen Plätzen und konnten uns von Reihe 9 nicht weiter vorarbeiten.
Wie bei seinen Solokonzerten eröffnete er auch die "Progress"-Show mit "Let me entertain you", sang "Rock DJ", ließ sich zu "Come Undone" von einem Kran über das ganze Publikum fahren. Auch die Schmusehits "Feel" und "Angels", ebenfalls hier und heute für Amy Winehouse, durften nicht fehlen und es war irgendwann zu diesem Zeitpunkt, als die Trommelfelle aufs Äußerste strapaziert wurden. Er kann es noch, scherzte mit dem Publikum auf seine ganz eigene und besondere Weise und bedankte sich, dass man hier in Deutschland immer an ihn geglaubt hat. Flankiert wurde Robbies Soloauftritt von heißem Feuerwerk und noch heißeren Tänzerinnen. Also alles wie gehabt. Und wieder einmal richtig gut. Mehr als das.
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