| NEVER NEVER NEVERLAND |
Geilomat, was hatten wir Spaß!Die zweite Party im Kinderparadies Schloß Beck war der Open Air-Knaller für alle Elektronikfreunde. Neben DJ Koze, ASCII.DISKO und Sven Väth überzeugte vor allem der Headliner der Herzen, Andreas Dorau, die Gäste im Ruhrgebiet. So kann jeder Tag sein: Ausschlafen, denn es ist ja Feiertag. Dann kommen die Freunde vorbei, man frühstückt ausgiebig, öffnet dann das erste Bier und dann geht's auch schon los. In Bottrop-Kirchhellen war ich zum letzten Mal, als es dort noch Dinosaurier gab und der Movie Park Germany noch der Traumlandpark war. Dennoch fanden wir den Weg gut und schneller als von der Mitte des Ruhrgebiets aus erwartet. Gegen 14 Uhr war der große Parkplatz, dessen Benutzung übrigens unangekündigte 5,- Euro kostete, noch so gut wie leer. Aber aus dem Park konnte man schon Begeisterungsgejubel hören, wenn die voll besetzte Marienkäferbahn in die seichten Tiefen raste. Dorau hatte gerade Soundcheck mit seiner neuen Single, er war also da. Bestens. Während man sich auf handelsüblichen Festivals im Grünen erst einmal an den Bierstand und dann auf eine Wiese schmeißt, zauberte das Neverneverneverland 2011 den Gästen beim Anblick von Trampolinen, Riesenrutschen und Drachenbahn, die kurzerhand in Jumpstyleparadies, Aladin's Attack und Full Fuchur umbenannt worden waren, mehr als ein kleines Lächeln ins Gesicht. Der Sound wummerte zu diesem Kinderspaß, die Enten watschelten vergnügt umher und wir fuhren eine rasante Runde mit der Fuchs und Igel-Bahn. Vorbei an freundlich grüßenden Elefanten, schallte der Sound von der Riesenrad Stage zu uns. „Die nächste Runde fahren wir später aber mit dem Hasen!“ Das dritte Bier schmeckte immer besser, vor der Schloss Stage tanzten die ersten Hotel Shanghai-Getreuen zur bekanntermaßen wirklich guten Elektromusik von Tobias Becker. Aber es gab eine weitere Area zu entdecken: Im dunklen Gruselkeller gab es King Kong Kicks für maximal zehn Personen – mehr passten hier nicht hinein. Funky war's und beinahe fühlten wir uns wie damals, in den frühen 90ern, als die Funkaddicted People das Bochumer Planet zum Brennen brachten. Ein Jahrzehnt weiter, die 00er Jahre, kamen mit gut 20 Minuten Verspätung, aber sie kamen. DJ Koze legte als viel zu seltener Gast im Ruhrgebiet ein grundsolides Elektroset auf den Kies und die Wiese, dass die Partygäste in erstes Jubeln verfielen und ihre Körper nun ohne Hilfe der Fahrgeräte durchschüttelten. Soul bis Jazz kamen in DJ Kozes Set zu Gehör, Klickerklacker, Putzekatze. Auftritt: Die Schlossdamen. Mit Medusenkopf und Spieglein, Spieglein ausgestattet heizten die Hotel Shanghai-Schönheiten den Gästen ein. Echtes Vergnügen. Nur: Club wäre schöner. Weiter über die Wiesen, eine kleine Runde auf einem Drehdarussell auf der Spielwiese, und wieder auf die andere Seite des Parks, wo ASCII.DISKO vor einer Handvoll Tanzenden auflegte. Durch den überstandenen Regenguss hatte es sich ein wenig verteilt. Langsam aber sicher sammelten sich Eingeweihte und echte Fans der schönen Melodien um das Grün am Riesenrad. Als Intro gab es "Eisbär" von Grauzone. Die jüngeren Gäste, die hier insgesamt in der Minderheit waren, schauten irritiert. Auch noch, als Andreas Dorau mit seiner kleinen Band, alle fein gemacht mit schwarzen Anzügen, die Bühne betrat und mit dem Song "Inkonsequenz" den Höhepunkt der Herzen einläutete. Sichtlich entspannt und gut gelaunt wurden neue, alte und mittelalte Lieder gespielt. Vor der Bühne tobten sich rund 30 Fans des nie besseren Dorau aus. Vom neuen Album "Todesmelodien" gab es "Größenwahn", "Stimmen in der Nacht" sowie "Und dann". Wir freuten uns aber auch über "Das Telefon sagt Du", "So ist das nun mal", "Girls In Love" und "So beeinflussbar", "Die Menschen sind kalt" wie auch "40 Frauen", das in den nächsten Tagen noch unsere Gehirne okkupieren würde, was wir zu diesem Zeitpunkt schon ahnten. Wunderbare Melodien, egale Texte, die Andreas Dorau hin und wieder vergaß und durch ein "Lalala …" ersetzte. Dass man ihn nach einer knappen Stunde nicht so einfach gehen lassen würde, überraschte uns nicht und so wurden aus zwei gleich drei Zugaben. Da musste der schick frisierte Phil Fuldner mit dem frisch aufgelegten Teint halt etwas warten. Echtes Vergnügen: Nie war Open Air schöner.Kontrastprogramm mit Wumms: Zurück am Schloss kam endlich so etwas wie Festivalstimmung auf. Es war rappelvoll, Hände wurden permanent in die Luft gerissen, gejubelt sowieso. Sven "Gudde Laune" Väth machte aus dem Kinderfreizeitpark quasi einen kleinen Rave. Echtes Vergnügen. Nur: Mit Laser wäre schöner. Also: Die Neverneverneverland 2011 war köstlich. Kay Shanghai hat's wirklich wieder einmal geschafft, das Ruhrgebiet in ein Partymärchenland zu verwandeln. Wir haben bestens gespielt und getanzt. Danke dafür. Bilder von der Neverneverneverland 2011 gibt es in unserer Fotogalerie ... |



So kann jeder Tag sein: Ausschlafen, denn es ist ja Feiertag. Dann kommen die Freunde vorbei, man frühstückt ausgiebig, öffnet dann das erste Bier und dann geht's auch schon los. In Bottrop-Kirchhellen war ich zum letzten Mal, als es dort noch Dinosaurier gab und der Movie Park Germany noch der Traumlandpark war. Dennoch fanden wir den Weg gut und schneller als von der Mitte des Ruhrgebiets aus erwartet. Gegen 14 Uhr war der große Parkplatz, dessen Benutzung übrigens unangekündigte 5,- Euro kostete, noch so gut wie leer. Aber aus dem Park konnte man schon Begeisterungsgejubel hören, wenn die voll besetzte Marienkäferbahn in die seichten Tiefen raste. Dorau hatte gerade Soundcheck mit seiner neuen Single, er war also da. Bestens.
Weiter über die Wiesen, eine kleine Runde auf einem Drehdarussell auf der Spielwiese, und wieder auf die andere Seite des Parks, wo ASCII.DISKO vor einer Handvoll Tanzenden auflegte. Durch den überstandenen Regenguss hatte es sich ein wenig verteilt. Langsam aber sicher sammelten sich Eingeweihte und echte Fans der schönen Melodien um das Grün am Riesenrad. Als Intro gab es "Eisbär" von Grauzone. Die jüngeren Gäste, die hier insgesamt in der Minderheit waren, schauten irritiert. Auch noch, als Andreas Dorau mit seiner kleinen Band, alle fein gemacht mit schwarzen Anzügen, die Bühne betrat und mit dem Song "Inkonsequenz" den Höhepunkt der Herzen einläutete. Sichtlich entspannt und gut gelaunt wurden neue, alte und mittelalte Lieder gespielt. Vor der Bühne tobten sich rund 30 Fans des nie besseren Dorau aus. Vom neuen Album "Todesmelodien" gab es "Größenwahn", "Stimmen in der Nacht" sowie "Und dann". Wir freuten uns aber auch über "Das Telefon sagt Du", "So ist das nun mal", "Girls In Love" und "So beeinflussbar", "Die Menschen sind kalt" wie auch "40 Frauen", das in den nächsten Tagen noch unsere Gehirne okkupieren würde, was wir zu diesem Zeitpunkt schon ahnten. Wunderbare Melodien, egale Texte, die Andreas Dorau hin und wieder vergaß und durch ein "Lalala …" ersetzte. Dass man ihn nach einer knappen Stunde nicht so einfach gehen lassen würde, überraschte uns nicht und so wurden aus zwei gleich drei Zugaben. Da musste der schick frisierte Phil Fuldner mit dem frisch aufgelegten Teint halt etwas warten. Echtes Vergnügen: Nie war Open Air schöner.