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RALF BERGHANE MACHT BIO-HONIG

Bienen sind echte Allroundtalente.

Bienen sorgen nicht nur dafür, dass immer genügend süßer Honig produziert wird und auf unserem Frühstückstisch landet, sie sind auch für den heimischen Pflanzen- und Obstbau ein unersetzlicher Partner.

 

Von Johannes Arnold

 

Dieses fleißige Bienenvolk arbeitet an der Produkltion des Bio-Honigs.Ralf Berghane ist der einzige Bio-Imker in Gelsenkirchen. In der Kleingartenanlage Horst-Emscher beherbergt er einen Großteil seiner 12 bis 15 Völker. Angefangen hat alles im Jahr 2001, als sich der naturverbunde Bienen-Experte um sein erstes Volk kümmerte. In der Zwischenzeit ist nicht nur die Anzahl seiner Bienenvölker gestiegen, auch die Erfahrung im Umgang mit den Insekten und der Produktion von Bio-Honig ist mit der Zeit gewachsen. Dennoch seien die Bienen und der süße Honig ein reines Hobby: "Um von der Honigproduktion leben zu können, benötigt man mindestens 400 Bienenvölker", so die Einschätzung des zertifizierten Biolandimkers. Zudem sei die Ernte des kostbaren Naturproduktes eine echte Knochenarbeit.


Ralf Berghane legt großen Wert auf die natürliche Bienenhaltung. Er bietet seinen Insekten keine genetisch manipulierten Landwirtschaftsflächen, keine künstliche Besamung, er ermöglicht ihnen einen natürlichen Wabenbau und viele weitere Faktoren, die seinen Honig zu einem echten Bio-Produkt machen. Für ihn stehe der Schutz der Bienen und die Naturerhaltung sowie die Gewinnung eines reinen Produktes im Vordergrund. In Amerika würden Bienen vor allem unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet. "Das ist ein Riesengeschäft, bei dem ein Imker mindestens 10.000 Völker besitzt", sagt Berghane. Diese Hochleistungsbienen würden in großen Kisten gehalten und kämen nur für die bezahlte Bestäubung raus. "Der Stress dem die Insekten dabei ausgesetzt sind und die Pestizide, die sich auf den großflächigen Feldern befinden, sorgen oftmals für den Tod der Arbeitsbienen", berichtet der Biolandimker.

   
Ralf Berghane gibt sein Fachwissen auch an interessierte Besucher weiter. Derzeit befinden sich einige von Berghanes Bienenvölker zur Rapsbestäubung in der Soester Börde. Im Anschluss wird er die Insekten in das Naturschutzgebiet Arnsberger Wald bringen. Davon erhofft sich der Experte die Entstehung eines genussvollen Waldhonigs. Geerntet wird ein- bis zweimal im Jahr, was je nach Wetterlage 25 bis 45 kg Honig entspricht. "Dieses Jahr ist es sehr trocken, daher finden die Bienen in den Gartenblumen nur wenig Nektar", so Berghane. Dafür sei die Akazie in diesem Jahr ein reichhaltiger Nektarlieferant. Und das ist auch wichtig, denn für ein Glas Honig müssen Arbeitsbienen rund 40.000 Mal ausfliegen und dabei zwei bis sieben Millionen Blüten besuchen. Für ein Pfund Honig fliegt eine Biene gar dreimal um die Erde, so die Statistiken des deutschen Imkerbundes. Dieses Arbeitspensum ermöglicht nicht nur die Ernte von süßem Honig, sondern hat enormen Einfluss auf das gesamte Gleichgewicht in der Natur, denn 80% unserer heimischen Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Honigbienen als Bestäuber angewiesen, erklärt Ralf Berghane. Damit nimmt nach Angaben des D.I.B. die Honigbiene, hinter Rind und Schwein, den dritten Platz der wichtigsten Nutztiere ein. Das zeigt, dass diese Insekten echte Allroundtalente sind.


Die Begeisterung für seine Bienen und die Bedeutung ihrer Arbeit vermittelt der Bio-Imker auch interessierten Besuchern. Oft kündigen sich verschiedenen Kita-Gruppen und Schulklassen an, um die fleißigen Brummer und ihren Bienenstock aus nächster Nähe zu beobachten.  Die gemeinsame Verkostung des Bio-Honigs, direkt aus der Wabe, ist dabei jedes Mal der krönende Abschluss. "Frischer bekommt man den Honig nirgends auf der Welt", weiß Ralf Berghane. Wer nun auf den Geschmack gekommen ist und sich ebenfalls ein Glas des Bio-Honigs sichern möchte, der hat unter folgender Adresse die Möglichkeit dazu:


Bioland Imkerei Ralf Berghane

Laurentiusstr. 5

45899 Gelsenkirchen

Tel.: 0209 514828

www.berghane.de

 

 

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