| ÜBER ALLE BERGE |
Mit dem Haldenführer hoch hinaus.Die Ruhrgebietsprofis Wolfgang Berke und Manfred Vollmer haben wieder zugeschlagen. Mit dem "definitiven Haldenführer Ruhrgebiet" stellen sie 52 Halden von Moers bis Hamm, Marl bis Bochum vor – mit wichtigen Infos und tollen Fotos. Das Ruhrgebiet ist von Natur aus eine flache Landschaft. Der Bergbau hat dafür gesorgt, dass hier ein künstliches Mittelgebirge entstand und zwar überall dort, "wo gerade Platz war". Spitzkegelhalden, Tafelberge und heute Landschaftsbauwerke: Mehr als 70 dieser künstlichen und inzwischen gestalteten Erhebungen sind heute sichtbar, weit mehr als die Hälfte der Halden sind legal zugänglich. Mit ihren Kunstwerken, Installationen, Aussichtstürme oder Plattformen sind die Halden Erlebnislandschaften geworden, die Ruhrstädter und Besucher des Ruhrgebiets sind angesichts dieser einmaligen Revierlandschaft zu wahren Gipfelstürmern und Haldenwanderern geworden. Das Buch "Über alle Berge. Der definitive Haldenführer Ruhrgebiet" ruht sich nicht bloß auf den Blockbuster-Halden im Revier aus. Die Eingangs abgedruckte Karte zeigt, dass sich die Mehrzahl der Halden im zentralen Ruhrgebiet, im Süden von Bottrop, Gladbeck und Gelsenkirchen und zugleich im Norden von Essen und Bochum, finden. Zu jeder der vorgestellten Halden gibt es einen Steckbrief mit grundlegenden Informationen, einen Kartenausschnitt mit eingezeichneten Wegen und Parkplätzen, Fotografien von Manfred Vollmer und beeindruckende Luftaufnahmen von Hans Blossey sowie die Bergprüfung, die "Stiftung Haldentest". Damit wird den Halden nach Kategorien wie Freizeitwert, Spazierbarkeit oder Eignung für Kind und Kegel bis maximal fünf Punkte gegeben. Hieraus hat Autor Wolfgang Berke die Berg-Charts, die Top 20 der Halden im Ruhrgebiet, ermittelt. Hier liegen die bekanntesten Halden, Rungenberg in Gelsenkirchen, Rheinpreußen in Moers und die Landschaft Hoheward in Recklinghausen/Herten auf den ersten Plätzen. Wer diese großen Halden schon kennt, kann sich aufmachen, die kleineren Revierhalden wie die Dürerhalde in Wanne-Eickel, die Halde Brassert in Marl, die Hürfeldhalde in Dorsten oder die Halde Zollverein in Gelsenkirchen erklimmen und erkunden. Die Liste "Halden mit was drauf" zeigt die haldentypische Landmarkenkunst und Gipfelkreuze auf einen Blick. Mit Blick auf die Familientauglichkeit der Halden schneiden vor allem die Halden Rheinpreußen, Rungenberg, Pattberg und der Tippelsberg in Bochum aufgrund ihrer fahrradtauglichen Wege bzw. großen Freiflächen für wildes Herumtoben oder Picknick ab. Auch für Biker gibt es eine extra Doppelseite: offizielle Radwege oder spezielle Mountainbike-Strecken mit Hinweisen auf Schwierigkeitsgrade und Anstiegen werden hier benannt. Und zu guter Letzt wird aus den Halden im vorliegenden Buch das Wintersportparadies, denn im Winter werden aus den Halden verschneite Berge. Wo man besonders gut Schlitten fahren kann, weiß das Buch "Über alle Berge" natürlich auch. Also: Mit diesem Haldenführer kann man nichts falsch machen. Wer die großen Halden schon kennt, oder endlich einmal in der Nachbarstadt hoch hinaus möchte, ist mit dem Buch "Über alle Berge" bestens ausgerüstet. Wolfgang Berke Über alle Berge Der definitive Haldenführer Ruhrgebiet erschienen am 30.11.2009 160 Seiten, zahlr. farb. Abb., € 13,95 ISBN 978-3-8375-0170-4 Den Haldenführer gibt es direkt bei Amazon ... |



Das Ruhrgebiet ist von Natur aus eine flache Landschaft. Der Bergbau hat dafür gesorgt, dass hier ein künstliches Mittelgebirge entstand und zwar überall dort, "wo gerade Platz war". Spitzkegelhalden, Tafelberge und heute Landschaftsbauwerke: Mehr als 70 dieser künstlichen und inzwischen gestalteten Erhebungen sind heute sichtbar, weit mehr als die Hälfte der Halden sind legal zugänglich. Mit ihren Kunstwerken, Installationen, Aussichtstürme oder Plattformen sind die Halden Erlebnislandschaften geworden, die Ruhrstädter und Besucher des Ruhrgebiets sind angesichts dieser einmaligen Revierlandschaft zu wahren Gipfelstürmern und Haldenwanderern geworden.