| GYSENBERGPARK |
Früher waren wir ständig hier.Und mit einem kleinen Kind lohnt es sich wieder einmal, den ältesten aller Revierparks unter die Lupe zu nehmen und zu sehen, ob er (noch immer) familientauglich ist. Wir waren auf der Wiese, im Sandkasten, im Wald und im Streichelzoo. An einem Sonntagnachmittag im August steuerten wir bei bestem Sommerwetter einen der Parkplätze in Herne-Sodingen an. Die Geräuschkulisse aus dem Lago-Freibad Sun&Waves war beeindruckend. Wir aber suchten Ruhe und ein Stückchen Wiese für unser kleines mitgebrachtes Picknick mit Apfelkuchen und Saft. Im Park angekommen dröhnte uns aber erst einmal der Schlagersound vom Kinderkarussell entgegen und wieder einmal fragten wir uns, warum es am Kinderkarussell niemals Kinderlieder sondern nahezu immer Ballermann-Mucke zu hören gibt.Schnell liefen wir die große Wiese hinauf. Vorbei an Fußball spielenden Jugendlichen, an Frisbee werfenden Erwachsenen, hin zu einem schattigen Platz unter einem Baum, wo wir unsere Decke ausbreiteten. Hier waren wir fast für uns allein und hatten einen phantastischen Überblick über das Gysenberger Grün. Und das ist insgesamt sehr gepflegt und nahezu sauber, denn kaum ein Besucher hat hier seinen Müll liegen gelassen. Mit der Ruhe war es allerdings auch bald vorbei: Zwei Jugendliche ließen ihr Benzin betriebenen Modellauto im XXL-Format mit einem Ohren betäubenden Krach über die Wiese brettern. Da uns dieses Spektakel insgesamt zu lange dauert, packen wir unsere sieben Sachen ein und spazieren, wie geplant, ein Stück durch den Wald des Gysenbergparks. Angenehm kühl ist es unter den hohen Bäumen, doch der Weg bergauf heizt uns schnell wieder auf. Auf der Suche nach Erholung treffen wir schnell wieder auf Action: Auf der Go-Kart-Bahn herrscht Hochbetrieb, auch die vorbei fahrende Parkbahn ist mit Familien vollbesetzt. Im Streichelzoo freuen sich Esel, Gänse, Enten, Kaninchen und natürlich die Ziegen auf Kinderbesuch. Beim Gang durch den Stall müssen wir uns allerdings die Nase zuhalten, draußen atmen wir dann tief durch und schauen dabei zu, wie sich die Kinder auf die Tiere stürzen um sie zu streicheln und zu füttern. Dabei sind die Ziegen, wie im Streichelzoo üblich, die vorwitzigsten bzw. forderndsten Tiere: Sie gehen pauschal davon aus, dass die Besucher hier grundsätzlich etwas von dem Tierfutter aus dem Automaten in der Hand halten. Wenn dem nicht so ist, kauen sie einfach so lange auf der Hand des auserwählten Gastes herum, bis dieser die Flucht ergreift. So passiert es auch hier, dass kleine Kinder von den Ziegen derart bestürmt werden, dass sie hilflos nach Mama und Papa schreien. Wir verziehen uns irgendwann zu den stets traurig drein blickenden Eseln. Danach gönnen wir uns eine Waffel am Stiel.Nach Picknick, Spaziergang und Spaß mit Tieren fehlt aber noch ein entscheidender Punkt unseres Revierparkbesuchs: der Spielplatz. Diesen finden wir wie eh und je auf dem Weg zurück, vorbei an den moderig riechenden Teichen. Hier buddeln die Kinder im Sand, klettern gekonnt die Seilpyramide hinauf, schaukeln wild bis fast in den Himmel hinein. Von diesem Spielplatz sind wir sehr begeistert. Der Sand ist sehr sauber, die Spielgeräte tiptop in Schuss. Wir setzen uns zu den anderen Eltern auf eine der zahlreichen Bänke und lassen den Nachwuchs sich ein letztes Mal an diesem Nachmittag auspowern. Wir finden: Alle Daumen hoch! Irgendwie ist es schon so wie damals, in den 70er Jahren, als wir mehrmals im Jahr mit der ganzen Familie hierher kamen um zu spielen und zu toben und spazieren zu gehen. Und: Der Gysenbergpark, immerhin schon 1970 eröffnet, wurde mit den Jahren immer wieder den zeitlichen Erfordernissen angepasst und modernisiert. |



An einem Sonntagnachmittag im August steuerten wir bei bestem Sommerwetter einen der Parkplätze in Herne-Sodingen an. Die Geräuschkulisse aus dem Lago-Freibad Sun&Waves war beeindruckend. Wir aber suchten Ruhe und ein Stückchen Wiese für unser kleines mitgebrachtes Picknick mit Apfelkuchen und Saft. Im Park angekommen dröhnte uns aber erst einmal der Schlagersound vom Kinderkarussell entgegen und wieder einmal fragten wir uns, warum es am Kinderkarussell niemals Kinderlieder sondern nahezu immer Ballermann-Mucke zu hören gibt.
Sie gehen pauschal davon aus, dass die Besucher hier grundsätzlich etwas von dem Tierfutter aus dem Automaten in der Hand halten. Wenn dem nicht so ist, kauen sie einfach so lange auf der Hand des auserwählten Gastes herum, bis dieser die Flucht ergreift. So passiert es auch hier, dass kleine Kinder von den Ziegen derart bestürmt werden, dass sie hilflos nach Mama und Papa schreien. Wir verziehen uns irgendwann zu den stets traurig drein blickenden Eseln. Danach gönnen wir uns eine Waffel am Stiel.